Modezitat des Tages
Lindsay Lohan – Beschäftigungstherapie bei Ungaro beendet
Nach nur einer Kollektion ist die Zusammenarbeit von Lindsay Lohan und dem französischen Modehaus Ungaro wieder aufgelöst. Die Frühjahrskollektion war bei den Kritikern durchgefallen, daher durfte Miss Lohan schon bei der Herbst/ Winter Kollektion nicht mehr mitspielen. Eigentlich unfair, denn sie hatte ja kaum Zeit für die Kollektion, andererseits, so ist das Leben. Und wenn man sieht, dass es nicht klappen kann und sowieso schon Probleme hat sein Leben auf die Reihe zu bekommen, dann sollte man vielleicht mal eine Chance ziehen lassen. Da Lindsay scheinbar nichts so richtig hinbekommt (Singen, Schauspielern, Designen, Drogenentzug…) mein Vorschlag: zusammen mit Paris, Britney, Victoria und Nicole eine neue Staffel “Celebrity Project Runway” starten oder “Ich bin ein Designer, holt mich hier raus!” oder irgendwas in der Art. Könnte ja funktionieren. 
Karl Lagerfeld und Claudia Schiffer in VOGUE
Für die aktuelle Ausgabe der deutschen Vogue hat Karl Lagerfeld seine frühere Muse Claudia Schiffer im Stile von Frida Kahlo inszeniert. Die Fotos entstanden unter der Leitung von Christiane Arp in Argentinien. Der gemeinsame Weg von Karl und Clodia endete Mitte der 90er, und nach langer Sendepause der Beiden ist also jetzt wieder eine gemeinsame Modestrecke entstanden. Wobei wir also wieder Jörgs Theorie wären, dass jetzt die 90ies Revival feiern. Wir suchen weiter nach Hinweisen und fragen uns, ob wir dann im nächsten Jahrzehnt die zweite 80er-welle erleben, das Revival der Nullerjahre?
Karl Lagerfeld und Claudia Schiffer in VOGUE
Für die aktuelle Ausgabe der deutschen Vogue hat Karl Lagerfeld seine frühere Muse Claudia Schiffer im Stile von Frida Kahlo inszeniert. Die Fotos entstanden unter der Leitung von Christiane Arp in Argentinien. Der gemeinsame Weg von Karl und Clodia endete Mitte der 90er, und nach langer Sendepause der Beiden ist also jetzt wieder eine gemeinsame Modestrecke entstanden. Wobei wir also wieder Jörgs Theorie wären, dass jetzt die 90ies Revival feiern. Wir suchen weiter nach Hinweisen und fragen uns, ob wir dann im nächsten Jahrzehnt die zweite 80er-welle erleben, das Revival der Nullerjahre?
Modezitat des Tages
Die 80er sind tot. Es leben die 90er!
Wir proklamieren: Ab dem heutigen Tag soll ein Jeder seine Cindy-Lauper-Gedenkfrisur ablegen, sich der Skinny-Jeans entledigen und freien Geistes auf die Neonfarbene Seite der Macht wechseln. Begeht mit uns die 90er Jahre. So wie sie hätten sein sollen, nicht unbedingt wie sie waren. Trotz endloser 90er Jahre Parties, die es geschätzt schon seit dem 1. Januar 2000 gibt, wurde die Zeit des Eurodance und der cleanen Ästhetik modisch noch ignoriert. Das soll anders werden. Vorbild sollen, wie bei jeder Renaissance eines Looks, die guten und nicht die schlechten Seiten sein. Das heißt, dass große Logos (CK, D&G) auf schlichten eng anliegenden Shirts prangen; dass helle, weite Jeans mit weißen Turnschuhen oder weite Hemden (z.B. Joop-Jeanshemden) mit auffälligen Mustern zum neuen Stil gehören. Dabei ist jeder noch frei, zu wählen und zu kombinieren. Tragt bauchfrei, wenn ihr es euch leisten könnt oder Tanktops, wenn ihr Arme wie Coca-Cola Light Mann habt. Anschauungsmaterial gibt es genug: die frühen Folgen von „Friends“ oder „Sex and the City“, die drei Staffeln von „Parker Lewis – Der coole von der Schule“ oder „Der Prinz von Bel Air“. Stylt euch, schreibt uns was für euch die 90er ausmacht, schickt uns links von youtube, zeigt uns eure Bilder in der Community und belebt mit uns die 90er Jahre. Nur Schafe folgen dem Trend, wir können welche setzen – bubble up.
Im Nachhinein wird jedes Erlebnis, wie auch jede Zeit verklärt. „Früher war alles besser, klar war nicht alles perfekt, aber besser“, heißt es dann. Nicht einmal die Leute, die die jeweiligen Trends mitgemacht haben, reflektieren sie objektiv. Aber das ist auch nicht schlimm. Die gesamte Modeindustrie lebt von der Reinkarnation der 70er Romatik, dem Flair der 60er und bringt schlimme 80er Jahre Berlin-Mitte-Mutationen hervor.
Lasst euch inspirieren von der Musik die von George Michaels Freedom ’90 über die stumpfen Lieder von „Aqua“ oder den smoothen Rhythmus des R’N B der damaligen Zeit bis hin zum Gangster Rap.
INTERVIEW: “Brillen sind wie Schuhe, nur eben im Gesicht.”
Ende des vergangenen Jahres kam Katrin Gabriel auf uns zu, eine Studentin der renommierten Modeschule AMD Düsseldorf. Sie wollte Sonnenbrillen für ein Modeshooting im Rahmen ihrer Abschlussarbeit leihen und fand, dass die Ray-Ban Wayfarer gut ins Bild passte. Ich nutzte die Gelegenheit für ein ausführliches Interview in Sachen Brillenmode. Weshalb hast Du Dich für Modedesign entschieden? Was ist das Besondere an der Mode bzw. Modedesigner zu sein? Als Modedesignerin bist du ganz nah bei den Trends. Wie sehen deine Trendprognosen 2010 aus? Du hast für Deine Fotos Sonnenbrillen bei Mister Spex ausgeliehen. Wie bist Du auf uns gekommen? Bei Deinem Fotoshooting tragen die Models ausschließlich Wayfarer-Modelle. Weshalb hast du dich ausgerechnet für diese Brille entschieden? Was hat die Wayfarer, was andere Brillen nicht haben? Wenn man behauptet, Mode sei eine eigene Sprache, dann trägt jedes Kleidungsstück eine eigene Aussage in sich. Welches Statement kann man mit einer Brille setzen? Innerhalb der Modebranche fanden Brillen lange Zeit allenfalls nur am Rande Gefallen. Jetzt schicken sogar namhafte Designer wie Jil Sander oder Moschino ihre Models mit den teilweise äußerst strengen Sehhilfen über den Laufsteg. Wie lässt sich das Deiner Meinung nach erklären? Welchen Stellenwert haben Brillen heute im Kontext der Mode? Welche modischen Vorzüge hat eine Brille? Kann man mit einer Brille bestimmte Effekte erzielen, die man mit keinem anderen Kleidungsstück oder Accessoire erreichen kann? Gibt es ein absolutes No-Go bei Brillen? Wo beißen sich Outfit und Brille, was geht und was geht nicht?
Mir war immer schon klar, dass ich einen kreativen Beruf lernen wollte. Ich war schon im Kindergarten mit Buntstiften zu begeistern. Ich fing dann auch früh an, mich für Mode zu interessieren. Es war die typische, glitzernde Modewelt, die mich damals fasziniert hat. Besonders an der Mode ist, dass es nie langweilig wird. Es kommt immer wieder etwas Neues auf einen zu. Mit jeder Saison hat man eine neue Chance was ganz Großes, Eigenes zu schaffen. Klar, vieles wiederholt sich auch, aber nie genau so.
Das mit den Trends ist so eine Sache. Viele Menschen glauben ja, die Designer würden die Trends machen. Aber eigentlich kommen die Trends direkt von den Menschen. Gesellschaftliche Trends kommen irgendwann auch in der Mode an. Und ein guter Designer ist in der Lage, das frühzeitig zu erkennen und umzusetzen. Für Frühjahr/ Sommer 2010 wird alles wieder bunter, es gibt grafische Muster in allen Variationen, von Blumen bis zu Streifen. Muster sind allgemein ein Thema, es werden auch Muster aus Teilen ausgeschnitten, sogenannte ‘out cuts’. Metallics sind auch immer noch ein Thema. Außerdem habe ich mir sagen lassen, die 90er kommen zurück.
Mister Spex kannte ich aus der Fernseh- und Internetwerbung. Und als ich eine Anfrage geschickt habe, wurde ich direkt sehr freundlich und unkompliziert empfangen. Das ist nicht selbstverständlich, ich hab schon ganz andere Dinge erlebt. Als Student kann man die Ideen, die man im Kopf hat, die Ausstattung der Models nicht immer selber finanzieren. Da muss man auf die Suche nach Sponsoren gehen. Ich bin sehr dankbar, dass Mister Spex mich unterstützt hat.
Die Wayfarer ist ein Evergreen. Das Modell aus den 50er Jahren ist klassisch, war schon in den 80ern das Must-have und erlebt seit einigen Jahren wieder ein riesen Comeback. Schon Musiker wie Buddy Holly oder the Blues Brothers haben zu ihrer Zeit die Wayfarer getragen. Die 50/60er Jahre Mode der Rockabillies sieht man allgemein seit einiger Zeit wieder überall. Alles ist rockiger geworden, viel Schwarz, Nieten und Lederjacken an jeder Ecke, Vintage, da passt die Wayfarer perfekt rein. Das ist der Look von Ikonen wie James Dean, der nie aus der Mode kommt. Immer leicht verändert, der Zeit angepasst, aber nicht wegzudenken. Auch für meine Kollektion waren Menschen wie James Dean eine Inspiration. Daher passte die Wayfarer perfekt, auch wenn ich weder Nieten, noch schwarze Lederjacken gemacht habe. Ich fand den etwas anderen Mix interessant.
Mit einer Brille kann man ein sehr genaues Statement setzen. Damit kann man seinem Outfit den letzten Schliff geben oder noch mal eine komplett andere Richtung. Von den sogenannten Nerd-Brillen bis zu Sonnenbrillen aller Art. Brillen fallen mehr ins Auge als jedes andere Accessoire. Wer auffallen will, kauft sich keine Tasche, die er im Restaurant unter den Tisch stellt, er kauft sich eine Brille und trägt damit sein Mode-Statement mitten im Gesicht. Viele mode- und selbstbewusste Leute, die ich kenne, haben ihre Kontaktlinsen abgelegt und sind auf riesige Brillen umgestiegen. Oder Leute, die gar keine Brille brauchen, tragen sie mit Fensterglas. Von wegen, man versteckt sich hinter einer großen
Brille… man fällt auf.
Accessoires sind allgemein immer wichtig, weil sie ein Outfit aufwerten, aber natürlich auch abwerten können, wenn sie schlecht kombiniert sind. Aber es stimmt, Brillen sind gerade sehr wichtig geworden. Taschen z.B. gab es immer und wird es immer geben, aber Brillen haben in letzter Zeit einen großen Zuwachs bekommen. So ist das in der Mode, hat es einer, wollen es alle. Brillen standen länger nicht so im Mittelpunkt aber gerade jetzt sind sie sehr wichtig.Ich persönlich denke, dass der Trend sich noch halten wird. Heißt, die Brillen entwickeln sich jetzt, es wird über die verschiedenen Saisons immer mehr verändert, und dann kommt wieder ein neuer, meist gegensätzlicher Trend.
Brillen sind ja kein rein modisches Accessoire wie z.B. Schmuck. Schmuck braucht man nicht, aber eine Brille ist eine Sehhilfe und somit verbindet man das Modische/ Dekorative mit dem Nützlichen. Ich würde sie mit Schuhen vergleichen. Brillen sind wie Schuhe, nur im eben Gesicht.
Allgemein gilt (fast) immer, ‘weniger ist mehr’. Wenn ich ein schrilles Outfit trage und behängt bin wie ein Weihnachtsbaum, sollte ich nicht noch zusätzlich eine riesige Brille tragen. Es sei denn, der Look ist mein Markenzeichen und die Leute kennen mich nur so. Aber das ist ja bei den meisten Leuten nicht der Fall. Man sollte farblich aufpassen. Wenn man jemand ist, der nur schwarz trägt, kann man eine knall bunte Brillenkollektion zu Hause haben. Kleidet man sich aber gerne bunt, ist vielleicht eine schwarze, graue oder braune, eher farblich unauffällige Brille sinnvoller. Allgemein kann man bei Mode und natürlich auch bei Brillen viel falsch machen. Ich finde es wichtig, dass man nicht jedem Trend
hinterher läuft. Man merkt auch sofort, ob sich jemanden wohl fühlt oder sich verkleidet hat um ‘in’ zu sein. Wenn man sich selbst treu bleibt und nur das für sich selbst umsetzt und adaptiert, was zu einem passt und einem gefällt, gibt es kein No-Go. Das ist das Tolle an der Mode, an kann sich immer wieder verändern und neu erfinden.
Shortfacts:
Katrin Gabriel
* 11.07.1985 in Viersen
2006-2009 Modedesign-Studium an der AMD Düsseldorf
2008 Praktikum bei Stephan Schneider Antwerp
Bildercredit: Homepage des Fotografen Julian Paul Umbach
http://www.paule-pictures.de/
Hot or not: Doc Martens
Sie sind wieder da: Doc Martens! Seit ihrer Erfindung haben die Schuhe der Marke Dr. Martens, die gerne auch einfach als Docs oder Doc Martens bezeichnet werden, einen wahren Kulttstatus inne. Ein Blick auf Blogs und in Modezeitschriften verrät: Docs are back und so trendy wie nie zuvor.
Die Marke wird von dem britischen Unternehmen AirWair International geführt und blickt bereits auf eine mehr als 60-jährige Geschichte zurück. Wie man die Docs nach heutigen Modestandards am besten kombiniert haben einige Polyvore-User sehr schön zusammengefasst: Während Look 1 und Look 2 – passend zum Unternehmenssitz der Docs – eher britisch sind, beweist Look 3, dass man Dr. Martens durchaus auch schick kombinieren und so zum Hingucker werden lassen kann. Docs lassen sich vor allem zu kurzen Highwaist-Röcken sehr schön tragen. Eine passende Tasche darf ebenso nicht fehlen. Ganz günstig sind die guten Stücke jedoch leider nicht – aber so ist das nuneinmal Klassikern, die wieder zum Trend werden. Doc Martens sind jedoch nicht nur trendy, sondern auch äußerst praktisch. Hier in Berlin hat der Winter endlich ein Ende gefunden und die Schneemassen, die sich über zwei Monate angesammelt haben, tauen endlich weg. Erst letzte Woche traf ich eine Freundin, die Doc Martens trug, worauf hin ich sie ansprach und fragte, ob sie damit den neuesten Trends folgen wolle. Sie war sich des hohen Trendpotenzials ihres Schuhwerkes jedoch gar nicht bewusst, sondern hatte die Treter aus ihrer Jugend aus rein praktischen Gründen herausgekramt: um nassen Füßen, die sie beim Tauwetter in all ihren anderen Schuhen hatte, zu entgehen. Mal schauen, ob sie den guten Stücken nun auch wenn alles wieder trocken eine neue Chance geben wird.
Was sagt ihr? Doc Martens Schuhe – hot or not? Neuer Trend oder schreckliche Angewohnheit?
Reminder: Verlosung ABOVE Magazine endet morgen
Wir haben kaum Kommentare bisher, was ist da los? Will keiner diese wunderbare Ausgabe des ABOVE Magzines haben? Sagt uns, was ihr für den Umweltschutz tut, auch wenn es nur ein kleiner Beitrag ist, den ihr leistet. Vom chlorfrei gebleichten Toilettenpapier bis zur Organic Cotton Jeans, die ihr euch gekauft habt, schreibt uns! 
Modezitat des Tages
“A woman’s dress should be like a barbed- wire fence: serving its purpose without obstructing the view.” – ” Die Kleidung einer Frau sollte wie ein Maschendrahtzaun sein: ihren Zweck erfüllen, ohne dabei die Aussicht zu stören.”
Sophia Loren









